Rückblick
Schulkooperation – AUSNAHME

5. bis 13. November 2021
Eröffnung: 4. November, 19:30 Uhr


Ein Ausstellungsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Else Lasker-Schüler Gesamtschule, der Gesamtschule Barmen, der Offenen Ganztagsbetreuung der Grundschule am Nocken und dem Neuen Kunstverein Wuppertal.

Das erfolgreiche kunstpädagogische Vermittlungs- und Arbeitsprojekt entwickelt sich seit 2011 stetig zu einem weiten kreativen Netzwerk, in dem die Klassen Ausstellungsbesuche im Neuen Kunstverein Wuppertal durchführen und sich kreativ mit den Inhalten auseinandersetzen. Dies führt zu einer eigenständigen Ausstellung, in der die Schülerinnen und Schüler ebenso in die Organisation und Durchführung des Projektes eingebunden sind.
Dieses Jahr findet zusätzlich ein Herbstferienworkshop statt, bei welchem die Schülerinnen und Schüler im Kunstverein, unter Begleitung der Kunstpädagogin Andrea Raak, künstlerische Techniken erproben.

 

Die Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal öffnet unter Einhaltung der Corona Schutzbestimmungen. Die Ausstellungseröffnung am 4.11. findet für die einzelnen Schulen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Bitte beachten Sie auch die Informationen Ihrer Schule.

 

Das Projekt wird freundlich gefördert durch:


 
Matthias Ruthenberg. ALTABLAGE '21 – zeichnungen, notate, usw.

27. August – 9. Oktober 2021
Geöffnet ab Freitag, 27. August, 17 – 20 Uhr

 


Matthias Ruthenberg, Einladung, ALTABLAGE '21 – zeichnungen, notate, usw., 2021.

 

Als Zeichner sucht Matthias Ruthenberg nach einem sensiblen Zugriff auf das Material der Welt, auf aktuelle politische, gesellschaftliche und soziale Themen. Der Alltag, die poetische Umdeutung scheinbarer Nebensächlichkeit, das Integrieren des Fehlerhaften, das Reduzieren und daraus folgende Öffnen von Sehgewohnheiten, Bildern oder semantischen Konfigurationen, bilden dabei einen Kern seiner Praxis. Seine Zeichnungen, bedingt durch das Medium zurückhaltend, entziehen sich bewusst lauten Appellen, sie arbeiten subtil – mit brüchigen Linien eines Stiftes, Satzfetzen oder einzelnen Wörtern auf Papier, deuten sie Themen an, ohne sie auszuformulieren.

Matthias Ruthenberg sucht immer wieder nach neuen formalen Zugriffen auf das Material der Medien Papier und Stift. Bestimmend in der Ausstellung „ALTABLAGE `21 – zeichnungen, notate, usw.“ sind Zellstofftaschentücher und Farbfilzstifte. Mit unterschiedlichen Vorstellungen verknüpfbar, gehören sie zum Alltag, sind gewöhnlich, billig und stets verfügbar sowie vergänglich. Mit ihrer Verwendung eröffnet er das Feld, auf dem der Kontrast zwischen ihrer Alltäglichkeit und der symbolischen Aufladung, die im Gegenstand stets gleichzeitig vorhanden sind, sichtbar wird. Jeder hat eins in der Tasche doch isoliert betrachtet ist das Taschentuch Sinnbild für Trost, steht für Krankheit, Leid oder Trauer. Filzstifte liegen halb ausgetrocknet auf dem Maltisch und sind dennoch Inbegriff für kindliche Phantasie und Leichtigkeit.
Bestimmend sind gleichsam seine Handlungsabläufe als Teil des künstlerischen Prozesses. In Ihrer körperlichen Ausführung, nicht nur bedingt durch das fragile Material, ebenso wie konzeptionell monoton und aufreibend, entwickeln sie eine Eigendynamik und strukturieren temporär den Alltag des Künstlers.
Während es sich bei den Exponaten Großteils um Atelierarbeiten handelt, spielt der „Immerverfügbarkeitsgedanke“, der dem Material zugrunde liegt, eine wichtige Rolle. Wenn auch mehr konzeptionell als in realer Praxis, er bleibt beim Betrachten der Arbeiten spürbar im Spannungsfeld.


Zur Ausstellung erscheint eine Edition.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:



 
B/U/ILD

4. Juli – 6. August 2021
Eröffnung: Sonntag, 4. Juli, 14 – 18 Uhr
Mit Jonas Kamm, Patrick Lohse, Elizaveta Podgornaia und Isabelle Wenzel.



Jonas Kamm
, Chunk 1, 2019

Digital C-Print, Rendering, 105 × 130 cm.

 


Patrick Lohse, Cool Down Pink, 2018
Aus der Serie: Modus:3x4, C-Print kaschiert auf Plexiglas, 215 × 145 cm.

 


Elizaveta Podgornaia, Drama I, 2019
digitaler C-Print, kaschiert auf Alu-Dibond, 175 x 120 cm.

 


Isabelle Wenzel, Flug 2, 2014
Fine art print, Größe variabel.


B/U/ILD zeigt die Arbeiten vier junger Künstler*innen, die in ihren Fotografien sowohl das Bild als auch das Bilden verhandeln. Es werden Stoffe drapiert, Kulissen gebaut, Posen eingenommen oder Vektoren modelliert. Der unmittelbare Abschluss des dreidimensionalen Schaffensprozesses wird hier jedoch gleichzeitig zum Auslöser einer zweidimensionalen Fotografie. Die bewusste Entscheidung für das Medium als finales künstlerisches Produkt bestätigt die Künstler*innen nicht nur in ihrer Rolle als aktive Bildproduzent*innen, sondern markiert darüber hinaus auch eine Differenz, die durch den Rücktritt aus dem Raum etwas hervortreten lässt. Die Arbeiten von Jonas Kamm, Patrick Lohse, Elizaveta Podgornaia und Isabelle Wenzel erzählen auf jeweils eigene Weise vom Suchen und Finden einer geeigneten Bildform, die sich produktiv zum Dargestellten ins Verhältnis setzt. Darüber hinaus machen sie deutlich, wie leicht der Versuch einer begrifflichen Einordnung der Werke ins Wanken gerät.

 

Begleitprogramm
Samstag, 10.07, 15 Uhr, Führung
Samstag, 24.07, 15 Uhr, Führung (ENTFÄLLT)

Gefördert durch:

 
8. Einladung

Christian Haake
revolve
Eingeladen von Kai Kähler

11. Juni - 19. Juni 2021


Christian Haake, white elephant, 2011, filmstill. Foto: Tobias Hübel

Zu sehen ist eine Fahrt in ›slow motion‹ durch eine leerstehende Einkaufspassage mit verlassenen Geschäften und menschenleeren Fluren. Eine labyrinthische und keiner Dramaturgie folgende filmische Vision von unendlichem Leerstand im Loop.
Der Film offenbart nur unterschwellig: Hier ist ein imaginiertes Bild der Wirklichkeit sichtbar, kein Abbild - nur eine Kamerafahrt durch einen gebauten Erinnerungsraum, der als verkleinertes Modell das nicht - maßstabsgerechte Objekt des filmischen Geschehens ist.

Christian Haake thematisiert Leerstellen (in ›white elephant‹ erinnerungsarchitektonischen Leerstand; in ›Blister‹ eine leere Verpackung, nebst leerem Werteversprechen; in ›forever in gloves‹ die „Entleerung“ der konventionellen Sicht auf Alltagsgegenstände, die paradoxe Umkehr von innen und aussen), in denen die Spuren vergangenen Lebens erkennbar bleiben. Er konstruiert Dinge, die an Orte erinnern, die vom Menschen aufgegeben worden sind, in denen sich aber vereinzelt noch Formen verblichener Lebenspraxis eingeschrieben haben. Haake begreift Erinnerung als Wirklichkeit generierende Kraft. Er fertigt seine Arbeiten ohne gedächtnisstützende Mittel mit dem Risiko (und Wunsch), daß sich so ein neues Bild des Realen einstellen wird. (Horst Müller)

 
10 Einladungen zum Jubiläum

Im Mai 2010 eröffnete die erste Ausstellung im Neuen Kunstverein Wuppertal mit dem Titel „Wir laden ein", eine programmatische Gruppenausstellung, zu der die Mitglieder Künstler*innen auswählten und persönlich einluden, um ihre Ideen über zeitgenössische Kunst und zur zukünftigen Ausrichtung des Vereins vorzustellen. Die Entscheidung potenziell alle Mitglieder in die kuratorischen Prozesse einzubeziehen ist im Konzept des Vereins fest verankert. Zehn Jahre später öffnen die Mitglieder ihren Kreis. Zum Jubiläumsjahr verliehen sie unterschiedlichen Persönlichkeiten der Kunst- und Kulturlandschaft eine „carte blanche" und baten Sie, für den Verein Künstler*innen einzuladen. Daraus entstand das Ausstellungsprogramm „10 Jahre Neuer Kunstverein Wuppertal – 10 Einladungen zum Jubiläum".

 
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