Rückblick
Ben Greber - STILLLEGUNG

16. März - 5. Mai 2018
Eröffnung: Freitag, 16. März 2018, 19 Uhr


© Ben Greber

 

Die Ausstellung Stilllegung ist Ergebnis einer biografischen und künstlerischen Umgestaltung und Verwandlung. Ben Greber hat als Bildhauer gegenständliche Werke geschaffen und abstrahiert nun schrittweise seinen eigenen Fundus. Hierzu werden die Arbeiten zerlegt, archiviert, bearbeitet und schließlich zu neuen Plastiken. Auch wenn ursprüngliche Formen und Inhalte teilweise erkennbar sind, führt die 'Entgegenständlichung' zu einem anderen und neuen künstlerischen Verständnis.

Diesen Prozess vollzieht Ben Greber auch im Umgang mit der eigenen Biografie, die Grundlage seines Schaffens ist. Sein Großvater baute im zerbombten Wuppertal in akribischer Arbeit eine Modelleisenbahn, die Ben Greber für die Ausstellung Kunstverein samt Setting nachbaut und zum Ausgangspunkt inhaltlicher und formaler Entgrenzungen macht. Er beschreibt damit auch ein schon im Jugendalter verspürtes "Unbehagen, in einer Umgebung zu leben, in der alles fertig und abgeschlossen ist" und liefert einen Gegenentwurf zu intakten, vollendeten Wunschwelten: Welten, die darauf warten, immer neu gestaltet zu werden.

Die Ausstellung wird begleitet von Gesprächsrunden und ist zudem Grundlage einer neuen Publikation des Künstlers.

 

 

 
phantasmidae

Norbert Kraus/Thomas Seidel


19. Januar - 3. März 2018
Eröffnung: Freitag, 19. Januar 2018, 19 Uhr

 

Norbert Kraus, Mumie, Still aus: phantasmidae, 2017; Installation, 3 Kanal Video, HD, 6Kanal Ton, 14 Min. (Loop)

 

Die für den Kunstverein konzipierte Ausstellung spielt im Titel auf den Gattungsbegriff der Phasmiden, der sogenannten Gespenstschrecken, an. Charakteristisch für diese Insekten sind ihre überdurchschnittliche Größe und ihre interessante, sonderliche Gestalt. Norbert Kraus benutzt Grafiken des 18. Jahrhunderts als Grundlage seiner Computeranimationen bzw. Videos, die Insekten in ihrem Gestaltwandel und Bewegungen zeigen. Dabei sind die von ihm programmierten Darstellungen auf den drei Leinwänden der Installation fiktiv und werden zu einem phantastischen Panoptikum im Raum.

Dies verstärkt sich durch die Verbindung der animierten Bilder mit den Ton-Kompositionen von Thomas Seidel, die eine eigenständige Klang- und Zeitcharakteristik aufweisen, und in einem gemeinsamen Arbeitsprozess aufeinander abgestimmt wurden. So entsteht eine vielschichtige Choreografie mit unvorhergesehenen Korrespondenzen: Leben, Entwicklung, Bedrohung und Stillstand im Regiment der Zeit als Aufführung von Schönheit (Kraus).

Die Animationen und Kompositionen bringen geheimnisvolle Bilder im fantastischen Sinne hervor; Phantasien, in denen das Wunderbare und das Monstr
öse, das Schöne und das Unheimliche zusammenfindet.

 

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung

Freitag, 16.02.2017, 19 Uhr: Vorführung - Animationen, Soundkompositionen und Gespräch mit Norbert Kraus und Thomas Seidel

 

 
Track 17

Ausstellungsprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Kooperationspartnerschaft von Wuppertaler Schulen und Kunstverein

Eröffnung Donnerstag, 16.11.2017, 18 Uhr

Ausstellungsdauer 17.11.2017 - 02.12.2017

 

 

Schulbesuch in den Ausstellungsräumen, Foto: Andrea Raak


Seit sechs Jahren existiert der Kooperationsverbund zwischen dem Neuen Kunstverein Wuppertal, dem Offenen Ganztag der Grundschule Am Nocken, der Gesamtschulen Barmen, Else-Lasker Schüler und Erich Fried sowie dem Wilhelm Dörpfeld-Gymnasium. Das erfolgreiche kunstpädagogische Vermittlungs- und Arbeitsprojekt entwickelt sich seit 2011 stetig zu einem weiten kreativen Netzwerk, in dem die Schulen den Neuen Kunstverein Wuppertal als außerschulischen Lernort nutzen, Ausstellungsbesuche im Neuen Kunstverein Wuppertal durchführen und sich im Unterricht kreativ mit den Inhalten beschäftigen.

Die im Unterricht entwickelten kreativen Auseinandersetzungen mit den Ausstellungen des Jahres 2017 münden nun in eigenen Arbeiten, in denen das Finden, Bewahren und Verarbeiten von "Spuren" der eigenen Lebenswelt und des individuellen Alltags einen gemeinsamen Nenner bildet.

Sonderöffnungszeiten für Schulklassen nach Absprache unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
Axel Loytved

"Straße runter, bei le fit rechts und dann immer weiter gerade aus"


16. September - 21. Oktober 2017
Eröffnung: Freitag, 15. September 2017, 19 Uhr

Download Einladung

 

Axel Loytved, Plastiktüten, 2016, je c.a 30 x 30 x 15 cm, Foto: Michael Pfisterer

 

 

Axel Loytved schleudert Altpapier im Waschsalon, verwandelt Verpackungsmaterial in Bronzen, druckt mit einer gefüllten Pappschale Pommes einen Grafikzyklus, während er auf die Altpapierwäsche wartet, zerschneidet Teppich und formt Schneematschbrocken ab.

Bei all diesen Beschäftigungen spielt das spontane Auffinden der Bestandteile eine wesentliche Rolle. Axel Loytved folgt nicht einer vorher ausgedachten Konzeption, die über Recherche und Erkenntnisverlangen zu einem Ergebnis geführt wird, sondern er vertraut dem Eigengewicht der Dinge, der jeder Sache potentiell innewohnenden Nutzlast an Bedeutung, die er über geschickte Kombinatorik zu einem Sinn zusammenschließt, den man nicht im Voraus prognostizieren kann.

Axel Loytved, geboren 1982 in Bad Mergentheim, lebt und arbeitet in Hamburg. Er studierte von 2004 - 2010 an der HBK Braunschweig und der Jan van Eyck Academie, Maastricht in den Niederlanden. Seit 2006 ist er Mitinitiator des Kunstverein St. Pauli. Seine Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u. a. in der Arthur Boskamp-Stiftung Hohenlockstedt, Kunstverein Braunschweig, Klosterfelde Edition Berlin, Deichtorhallen Hamburg/Sammlung Falkenberg, Folkwang Museum und Bonnefanten Museum Maastricht.  Axel Loytved hat zuletzt im Jahr 2015 den Kunstpreis der Arthur Boskampstiftung und das Stipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn erhalten.

 
Heike Pallanca - Laniakea

5. Mai - 11. Juni 2017
Eröffnung: Freitag, 5. Mai 2017, 19 Uhr

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Ausstellung Heike Pallanca - Laniakea, 2016, © VG Bild-Kunst Bonn, Foto: Achim Kukulies


Was für einen Zweck hat es, dass man ein Bild macht, dass genau wie die Natur sein soll, und alle wissen: Gerade die Natur kann ein Bild nicht sein, und soll und darf es auch nicht sein. Wer ist bloß auf den Einfall gekommen, dass die Natur nur was zum Sehen ist. Wer die Natur wirklich kennt, kann sie eher hören als sehen, fühlen als riechen, ja, weiß Gott, und vor allem ist man sie doch. Ganz gewiss ist die Natur vor uns, und hinter uns; sie ist über und unter einem, ja, und in einem drin; aber hauptsächlich ist sie doch in der Zeit, verändert sich ständig und gleitet ständig, ist mit jedem Augenblick anders, aber nie in einem viereckigen Rahmen.“ (Halldór Laxness, Atomstation, 1948)

Die Ausstellung von Heike Pallanca ist die zweite Folge einer Reihe, die sich unter verschiedenen Aspekten mit dem Verhältnis von Natur und Kunst auseinandersetzt. Dabei wird in der Kunst Natur einerseits als Basis und Gegensatz zur Kultur, anderseits als ästhetische Einheit der Wahrnehmung und Vorstellung begriffen.

"Raumschichtungen, ein Arbeiten mit verschiedenen visuellen und gedanklich assoziativen Ebenen gehören ebenso zu Pallancas künstlerischer Methode, wie die Kombination unterschiedlicher Materialien und deren Geschichte. Jedes einzelne Element ihrer Arbeiten stellt sie dem Betrachter in additiver Anordnung und gegenseitiger Verflechtung als Denkmodell zur Verfügung. Die Dimensionen von Zeit und Erinnerung, aber auch die Erforschung der Beziehung zwischen Natur und Kultur sind Konstanten in ihrem Werk." (Beate Ermacora).

Die Bedrohlichkeit aber auch Schönheit elementarer Naturkräfte thematisiert sie in oft großformatigen Rauminstallationen. Sie bezieht dabei so unterschiedliche Dinge wie Naturfragmente, Fotografien, Baustoffe und andere industriell gefertigte Materialien mit ein.


Die Ausstellung wird gefördert von


 

 

 
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